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2021, Blog

Verschwörungsdiskussionen – Teil 1 – Nürnberger Kodex

Im Zuge der Coronapandemie kommt es immer zu interessanten Diskussionen mit interessanten Deutungen verschiedener Ereignisse, Texte oder irgendwelcher Vorgänge. Ich werde mir demnächst einige kleine Dinge heraussuchen, die man mal besprechen kann. Heute nehme ich mal den Nürnberger Kodex.

Der Nürnberger Kodex von 1947 ist in einigen Telegram-Kanälen, oder in sozialen Netzwerken zu findendes Argument gegen die Impfung gegen Corona.

Zitat von Wikipedia:

Der sogenannte Nürnberger Kodex ist eine zentrale, aktuell heute angewandte ethische Richtlinie zur Vorbereitung und Durchführung medizinischer, psychologischer und anderer Experimente am Menschen. Er gehört seit seiner Formulierung in der Urteilsverkündung im Nürnberger Ärzteprozess (1946/47) insbesondere zu den medizinethischen Grundsätzen in der Medizinerausbildung (ähnlich wie das Genfer Gelöbnis). Er besagt, dass bei medizinischen Versuchen an Menschen

„die freiwillige Zustimmung der Versuchsperson unbedingt erforderlich (ist). Das heißt, dass die betreffende Person im juristischen Sinne fähig sein muss, ihre Einwilligung zu geben; dass sie in der Lage sein muss, unbeeinflusst durch Gewalt, Betrug, List, Druck, Vortäuschung oder irgendeine andere Form der Überredung oder des Zwanges, von ihrem Urteilsvermögen Gebrauch zu machen; dass sie das betreffende Gebiet in seinen Einzelheiten hinreichend kennen und verstehen muss, um eine verständige und informierte Entscheidung treffen zu können“.

Anlass für den Nürnberger Kodex waren die während der Zeit des Nationalsozialismus im Namen der medizinischen Forschung begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, insbesondere „verbrecherische medizinische Experimente“ und Zwangssterilisationen.

Der Nürnberger Kodex ist eine ethische Richtlinie. Mehr nicht. Im Ärzteblatt findet man einen Text mit der Überschrift „Die Zehn Gebote für die Forschung„. Der Text ist kein Gesetz, nur eine Selbstverpflichtung. Beispielsweise veröffentlicht und stellt die Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft ihn auf ihrer Webseite zur Verfügung.

Der Kodex bezieht sich auch direkt auf Experimente bzw. Versuche. Damit sind vor allem die Menschenversuche im Dritten Reich der Bezugspunkt. Bei der Corona-Impfung geht man jetzt aber nicht davon aus, dass es ein Experiment ist. Mindestens nicht rechtlich nach geltenden Bestimmungen. Ich konnte nichts anderes entdecken.

Wenn man eine ethische Richtlinie heranziehen will, dann sollte man vielleicht nicht den Nürnberger Kodex von 1947 nehmen.

Die Organisation IPPNW (Abkürzung für International Physicians for the Prevention of Nuclear War; Name der deutschen Sektion IPPNW Deutschland – Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e. V.) ist ein internationaler Zusammenschluss von Human-, Tier- und Zahnärzten, die sich unter anderem vor allem für die Abrüstung atomarer Waffen einsetzt

Die IPPNW hat den Nürnberger Kodex 1997 überarbeitet und angepasst. Vor allem ist man weggekommen von Versuchen und Experimenten und hat den Kodex auch auf neuartige Heilmethoden  und die ökonomische Entwicklung angepasst. In wie weit dieser Kodex zu mehr Bekanntheit geführt hat, ist jedoch eher unbekannt.

Ethische Regeln sind jedoch keine Pflicht. Somit sind Forderungen auf Einhaltung auch nur ein hilfloser Schrei.

 

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