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2021, Blog

PayPal Phishing 2021

Neulich bei PayPal. Ab und zu schenken mir ein paar von Euch komischen Leuten Geld per PayPal. Ich gebe zu, für ein bedingungsloses Grundeinkommen reicht es noch nicht, aber wir arbeiten dran. Natürlich fair und im einseitigen Interesse. Besser als wenn ich Euch zwingen würde. *reusper* Aber manchmal versuchen ein paar kriminelle Subjekte es auch andersherum.

So erhielt ich in den letzten Wochen eine Info von PayPal: Sie haben eine Geldanforderung erhalten. Juchhu. Im ersten Augenblick dachte ich wirklich: „Hey, da ist endlich einer großzügig zu mir. Fette 100 €.“ Eben zu schnell gelesen. Da das mit der Geldanforderung neu für mich war – noch nie erhalten – habe ich mich eingeloggt. Und siehe da: Ein großer blauer Balken mit dem Absendernamen, der Betrag und ein Button zum senden. Wie? Zum senden? Ich sende doch nichts zu dem Typen. Also storniert. Zahlung meinerseits abgelehnt.

Ich gehe davon aus, dass durchaus einige Leute auf „Senden“ klicken. Mittlerweile soll danach bei PayPal die Auswahl kommen „Geld von Freunden“ etc. oder „Geld für eine Dienstleistung zahlen“, oder so ähnlich. Spätestens dann sollte man misstrauisch werden. Es wird aber dennoch einige geben, die einfach weiter machen, weil sie nicht verstehen was dort passiert. Da kann es schwer werden die Kohle zurück zu erhalten.

Okay. Die Forderung ging an eine alte Adresse aus 2020, die ich temporär genutzt hatte. Tatsächlich hatte sie sprachlich die Nähe zu Paypal. Nämlich „pp.“ im Namen und das Jahr „2020“. Die Adresse war noch aktiv. Da ich nicht an Zufälle glaube und jeder Scherz in diese Richtung ja schon kriminell ist, wollte ich mehr wissen.

Also die Adresse bei PayPal gelöscht und durch eine Adresse ersetzt, die weiterhin das „pp.“ enthält, aber diesmal „2021“. So voll stupide hochzählen. Diese Adresse wurde auch noch nicht genutzt bis zu diesem Zeitpunkt und konnte auch nirgendwo hinterlegt sein. Wenn die alte PayPal-Adresse aus einen Hack / Leak kam, wird die 2021er Adresse keine weitere Rolle spielen. Probiert aber jemand etwas mit mir durch, kommt damit auch eine Forderung. Ein simpler Test.

So gingen die Tage ins Land und bumm. Eine Geldanforderung. Satte 500.000 €. Alter? Wer bitte glaubt, dass ich 500.000 € rumliegen habe? Ich hätte sie nötig. Also sagt meine Frau. Und wenn mir jemand so viel Geld schenken wollen würde, würde ich ihn höflich wie ich bin darauf hinweisen, dass das bitte gesplittet wird über Jahre, weil ich als Linker keine Schenkungssteuer zahlen möchte. Ähm, ich meine, wenn ich in der FDP, Union oder SPD wäre. Ich würde natürlich. Lieber Spatz in der Hand als Taube auf dem Dach. Aber hey, so wie es aussah, hatte der Absender der Forderung dann kalte Füsse bekommen und stornierte schnell selbst. Er hatte wohl nicht damit gerechnet, dass ich einfach eine 2021er-Adresse anstatt der alten 2020er genommen habe.

Die Anfordernden werden wohl eher nicht existieren. Bei der ersten Anforderung stimmten Name und E-Mail-Adresse noch überein. Bei der 500.000er-Geschichte lag ein deutsch-klingender Name einer russisch-klingenden G-Mail-Adresse an.

Seid also bitte vorsichtig bei der Nutzung von PayPal. Lieber etwas genauer hinschauen. Eines ist sicher: Von mir bekommt Ihr so etwas nicht. Die genutzten Accounts für meine Anfragen, müssten eigentlich auch gehackt worden sein, wenn ich annehme, dass die PayPal-Konten nicht anonym betrieben werden können.

Und wenn Ihr Geld braucht, könnt Ihr das ganz einfach lösen: #NiemalsCDU #NiemalsSPD #NiemalsCSU. Dann klappt das auch vielleicht mit der Verteilungsgerechtigkeit.

Schönes Wochenende.

 

PS: Die nächste E-Mail-Adresse für mein PayPal-Konto errät der Phisher nie. NIEMALS! 🙂

 

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