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2021, Blog, Kenya

Kenya: Elektromobilität

In Kenia übersteigt der Import von Motorrädern bereits jedes Jahr den von Kraftfahrzeugen. Das macht die Bodaboda-Branche zu einem ebenbürtigen Arbeitgeber und einem ernstzunehmenden Wirtschaftszweig. In den meisten ländlichen Dörfern der ostafrikanischen Großregion ist es das bevorzugte Transportmittel für die meisten Einheimischen. In der Hauptstadt Nairobi ist es nicht das bevorzugte, aber für diejenigen, die die schweren Verkehrsstaus in der Stadt umgehen wollen, eine beliebte Wahl.


Das hat eine chinesische Firma namens Tailing Technology Group China dazu veranlasst, in Zusammenarbeit mit der UNEP das globale Elektromobilitätsprogramm ins Leben zu rufen, das Elektromotorräder herstellt. Nach einer Pilotphase in einigen Teilen Kenias und insbesondere in Kisumu, wo ich Zeuge war, als neunundvierzig Motorräder mit sehr wenig Lärm viel Aufmerksamkeit erregten. Kenianer sin an laute, dröhnende und stinkende Motorräder gewöhnt.

Bei den ständig steigenden Benzinpreisen wird erwartet, dass sie mit der Zeit immer beliebter und vielleicht auch bevorzugt werden. Es wird erwartet, dass ihre Nutzung und Verbreitung grüne Energie fördert, die Luftverschmutzung reduziert und mehr Arbeitsplätze schafft.

Das Pilotprojekt soll den politischen Entscheidungsträgern dabei helfen die Hindernisse bei der Einführung des dringend benötigten technologischen Wandels hin zu Elektrofahrzeugen einzuschätzen und zu demonstrieren, dass der Wandel in Ostafrika machbar und in Reichweite ist. Der Gouverneur von Kisumu erwartete während des Projektstarts auch viele Vor- und Nachteile. Die Fähigkeit in den unwegsamen Geländen unserer ländlichen Dörfer zu navigieren, vor allem, wenn es regnet, und die Fähigkeit schwere Lasten zu transportieren, wie es die üblichen benzinbetriebenen Mopeds und Motorräder machen, wird eine Herausforderung. Nicht selten ziehen ganze Hausstände mit kleinen Mopeds um. Eine Couch für zwei bis drei Personen wird schon mal auf so einem Gefährt transportiert.

Kenia hält Schritt.