2020, Blog, Kenya

Kenya: Die Digitalsteuer

Die Dinge ändern sich im digitalen Raum in Kenia. Das massive Wachstum im Internet hat unsere Regierung tätig werden lassen. Dienstleistungen und der Handel mit Waren hat so zugenommen, dass eine Steuerklasse speziell für Onlinetransaktionen eingeführt wird.

Die kenianische Finanzbehörde hat eine digitale Dienstleistungssteuer (DST) vorgesehen, die auf Unternehmen abzielt, die im digitalen Raum tätig sind. Die neue Steuer soll gemäß dem Finanzgesetz 2020 voraussichtlich am 1. Januar 2021 in Kraft treten.

Es wird erwartet, dass alle Unternehmen, die Geschäfte mit Waren und Dienstleistungen online abwickeln diese neue Steuer auf Grundlage ihrer Online-Einkünfte bezahlen müssen. Die Firmen sollen 1,5% auf jede Transaktion, die durch ein Geschäft mit Waren und Dienstleistungen zustande kommt, abführen. Ferner erstreckt sie sich auf Internetfirmen ohne physische Präsenz im Land, die jedoch Einkünfte aus ihren Aktivitäten erzielen, wie bspw. Netflix. Alle Geschäfte sollen dem Land Einnahmen ermöglichen. Auch der Kauf von herunterzuladenden Materialien wie Bücher, Filme, Software, Fernunterricht, Eintrittskarten für Ereignisse und andere digitale Inhalte sind betroffen.

In diesem Zusammenhang hat die Steuererhebungsstelle auch eine mobile Steueranwendung eingeführt, die es den Benutzern ermöglicht, bequem von ihrem Mobiltelefon aus auf Steuerdienste zuzugreifen. Die KRA M-Services-App wird es den Benutzern ermöglichen, KRA-Pins zu beantragen, Verifizierungen vorzunehmen, Steuererklärungen einzureichen und die Steuern zu bezahlen, was bis Ende des Jahres im App-Store zum Herunterladen bereit stehen sollte.

Wie weit die Umsetzung Wirklichkeit werden kann, wird sich noch zeigen. Es kann spannend werden, wie Firmen, die Kenia nicht direkt als Markt betrachten, aber dennoch hier Online-Käufer generieren, darüber informiert werden sollen das Land an Transaktionen zu beteiligen. Internationale Abkommen, die diesen Umstand regeln, sind nicht bekannt.

 

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